Am 16.06.2011 fand ein für die Zweetaktheizer ganz besonderes Trabant Treffen statt. Es findet nur alle zwei Jahre statt und genau vor zwei Jahren besuchten wir dieses Treffen zum ersten Mal als Club. Es handelt sich um das Trabant Treffen im schönen Uftrungen.Lange haben wir auf dieses Treffen gewartet und endlich konnte es losgehen.Wir beschlossen uns auf dem REAL Parkplatz in Hildesheim zu treffen und die letzten Einkäufe zu erledigen. Zu unserer großen Freude begleitete uns dieses Jahr Achim aus Hannover. Wir kannten uns schon von diversen Treffen.

Nachdem alle Besorgungen getätigt wurden machten wir uns gemeinsam mit einem Barkas sowie einen P600 und einem P601 auf den Weg. Wir fuhren die B 243 Richtung Harz und Uftrungen. Kurz nach Seesen gabelten wir noch das IFA Team Delligsen auf und unser Konvoi wurde um zwei Trabis und einem Queck Junior größer.

Die Fahrt verlief ohne weitere Probleme. Nur Dennis wurde kurz vor Uftrungen vom Bierdurst übermannt und er wollte schnell ans Ziel. In der Praxis äußerte sich das folgendermaßen: er fuhr mit dem Trabant Queck Gespann knapp über 100 Kmh um auf der Autobahn mehrere LKW zu überholen. Aus bisher unbekannten Gründen waren einige LKW Fahrer nicht so begeistert.

Sicher in Uftrungen angekommen lief alles automatisiert wie in einem Ameisenhügel ab. Der Wohnwagen wurde ausgerichtet, Zelte ausgeklappt, Heringe in den ( doch sehr harten ) Boden getrieben. Nach kurzer Zeit stand ein perfekt eingerichtetes Lager mit rauchendem Grill.

Eine große Besonderheit gab es an diesem Abend aber noch. Rainman aus dem Pappenforum übergab uns endlich unsere Club T-Shirts. Zwei Jahre haben wir immer wieder geplant und Ideen geschmiedet doch jetzt war es soweit. Der Entwurf ist einfach nur genial. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an Jan (alias Rainman) für die super Zusammenarbeit und das perfekte Design der Shirts.

Am Samstag gab es ein ein üppiges Frühstück. Das wurde von den „Angels of Darkness“zubereitet und für 2,50 € war das ein Schnäppchen. Frisch gestärkt machten wir uns um 10 Uhr auf um zur Orientierungsfahrt anzutreten. Wir fuhren mit 8 Mann (Sorry 7 + die Vic) im Barkas los. Die Kühlbox war mit Proviant bestückt, die Stimmung auf dem Siedepunkt, es konnte losgehen. Aber was war das, die O-Fahrt begann mit einem Rätsel. Ich schaute zu Vic und meinte: schau mal, ROT 13 (eine gängige Verschlüsselung beim Geocaching). Vic löste das Rätsel und anhand der Hinweise konnte Achim gleich den gesuchten Ort bestimmen. Also fuhren wir voll besetzt und mit noch mehr Tatendrang im Barkas durch die Lande, immer mit dem Ziel vor Augen.

Über einen kurzem Umweg (Achim kannte noch ein paar Geheimtipps bezüglich der Landschaft) führte uns die Orientierungsfahrt zum Kyffhäuser Schloss.Vor Ort mussten wir einige Informationen sammeln, Stufen Zählen (Das IFA Team zählte 258 Stufen, allerdings am falschen Turm) und wie beim Geocaching suchten wir versteckte Tupperdosen (ein Heimspiel für Vic und Stephan). Auch hier lotste Achim uns souverän durch das Schloss und versorgte uns mit Infos. Es wurden alle Fertigkeiten der Zweetaktheizer gefordert. Aber es sollte sich für uns lohnen. Die O-Fahrt war super und es handelte sich um einen sehr sehenswerten Ort. Trabi fahren bedeutet auch Kultur.

Wieder am Zeltplatz angekommen bereiteten wir uns auf die Club Olympiade vor. In verschiedenen Disziplinen mussten Trabant Clubs ihr Geschick unter Beweis stellen. Folgendes musste absolviert werden: Mit einem Modell-Trabi einen Fußball in ein Tor navigieren, Ostprodukte erschmecken, Schrauben Stapeln, ein Wissenstest und die Reise nach Jerusalem mit Kennzeichen erraten als Joker. Hier waren wir mit unserem Ergebnissen nur durchschnittlich zufrieden, obwohl dann doch eine grobe Fehleinschätzung vorlag. Bert erschmeckte die Spreewälder Gurken sofort (die erste Gurke wurde sofort ausgespuckt und bei der Zweiten stand fest: DAS ist sie). Jens erkämpfte mit dem Modelltrabi eine gute Zeit. Achim „The Brain“ meisterte den Wissenstest. Stephan stapelte Schrauben wie ein junger Gott und die Vic kämpfte bis aufs Blut bei der Reise nach Jerusalem. Natürlich unterstützten wir uns lauthals mit motivierendem Gesang und schüchterten unsere Gegner dadurch ein.

Am Abend erwarteten wir die Siegerehrung mit Spannung. Dann gab es die Überraschung.Bei der Orientierungsfahrt haben die Zweetaktheizer den ersten Platz belegt. Und das sollte nicht genug sein: bei der Club Olympiade erreichten wir den zweiten Platz. Das wurde mal wieder lauthals von uns bejubelt (zurecht!) und wir konnten voller Stolz den Abend bei Bratwurst und Bierausklingen lassen.

 

Zusammenfassend kann man sagen, das Treffen in Uftrungen ist immer eine Reise wert. Das Treffen lebt von vielen kleinen Details, die ein rundum sorglos Paket ergeben. Die „Angels of Darkness“ sind immer engagiert und sorgen für eine Top Atmosphäre. Das Frühstück ist klasse und mit 2,50 € auch noch günstig (Kaffee satt).

Bei Treffen sind die sanitären Anlagen immer ein Kritikpunkt, doch in Uftrungen wird vorbildlich mehrmals täglich gereinigt. Auch die O-Fahrt hat super viel Spass gemacht und unterschied sich von den auf Treffen üblichen O-Fahrten.

Ein dickes Danke von den Zweetaktheizern geht an die „Angels of Darkness“! Wir kommen in zwei Jahren gerne wieder.

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