Anklam 2008

 

Wir haben schon lange auf das Treffen in Anklam 2008 gewartet. Es sollte schließlich unser erstes Trabanttreffen werden. Die Aussicht, an der längsten Trabantschlange der Welt teilzunehmen, ließ uns fast euphorisch diesen Trip antreten.

 

Ein kleinen Dämpfer bekamen wir schon vor der Abfahrt. Die Vic kam direkt aus dem Nachtdienst und bei mir kam eine Erkältung auf, die ich nicht wahrhaben wollte. 

Doch unser Mut und Tatendrang war nicht zu unterdrücken, wir traten die längste Trabantfahrt in unserer Geschichte an. Es lagen sage und schreibe 470 Km vor uns. Eine Fahrt ins Ungewisse.  Wird unser Trabant die Strapazen aushalten ? 

Die Fahrt von Hildesheim bis Hamburg verlief ohne Probleme. Unterwegs reihten wir uns in eine Käferkolonne ein, die vom Maikäfertreffen kam. Mit freundlichem Händewinken wurden wir in die Kolonne aufgenommen, bis wir uns kurz vor Hamburg trennten.

 

Noch auf der A7 bei Hamburg machten wir Rast, um Benzin nachzuschütten und Verpflegung zu uns zu nehmen. Wir genossen die neugierigen Blicke der anderen Raststättenbesucher und stärkten uns.

 

 

Doch als wir losfahren wollten nahm der gute „Erich“ kein Gas mehr an, die Leistung war wech. Mit Mühe und Not schafften wir es auf den LKW-Parkplatz. Dort zum Stehen gekommen schwärmten wir aus mit Werkzeugkoffer und guter Hoffnung. Sollte das ein Ende des Trips sein ? 

Ich kontrollierte die Zündkerzen und die Kabel der Zündanlage.  Nichts Auffälliges. Ich reinigte die Zündkerzen und startete einen Probelauf. Erich lief, er war bereit für den nächsten Streckenabschnitt.  Unter bewundernden LKW-Fahrer-Augen drehte ich eine Testrunde über den Parkplatz. Es funzte, aber die Ungewissheit blieb. 

Bis Lübeck verlief alles ohne Komplikationen, doch wir hatten immer noch Bedenken bezüglich unseres Motors. 

Nach Lübeck kamen sporadische Leistungsverluste. Als wäre Dreck im Vergaser.

Wir fuhren weiter in der Hoffnung, dass wenn wir das Ziel erreichen, auch kompetente Hilfe für uns bereit steht. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 

Ein weiteres Problem stellte die Tankstellenversorgung  zwischen Lübeck und Anklam dar.

Wir fuhren schon kilometerweit auf Reserve, und keine Tankstelle war in Sicht. Leichte Panik machte sich breit. Doch dann fuhren wir spontan ab und fanden eine Dorftankstelle. Erleichtert betankten wir den Erich und lernten sehr nette Harleyfahrer kennen. Obwohl deren Fahrzeuge mehr PS und Hubraum hatten, genossen wir vollsten Respekt der Biker. 

Es lagen nur noch wenige Kilometer vor uns. Wir hatten weitere Leistungsverluste im laufenden Betrieb. Doch wir haben es geschafft  wir waren am Ziel.

 

Der zweite Teil folgt in Kürze.

 

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